Nach meinen O2-UMTS-Desaster habe ich es dann noch einmal mit freenet versucht. Nun wird sich der eine oder andere vielleicht über so viel Ignoranz wundern, aber mit der Zeit vergisst man die schlechten Erfahrungen…. Ausschlaggebend für den nochmaligen Versuch waren zwei unabhängige Telefonanrufe von freenet-Mitarbeitern (da ich ja schon zweimal einen Vertrag abgeschlossen hatte), die mir hoch und heilig versicherten, dass an meiner Adresse dank neuer Technik jetzt endlich freenetKomplett verfügbar wäre. Natürlich habe ich am Telefon erst einmal dankend abgelehnt, aber mein Interesse war trotzdem geweckt.

Als dann nach Eingabe meiner Adresse auf der freenet Webseite erschien, dass innerhalb von 12 Tagen ein Anschluss möglich sei und mein o2-Anschluss mal wieder den Dienst quittierte, entschloss ich mich, noch mal einen Versuch zu wagen und schloss am 17.7.2007 meinen dritten freenetKomplett Vertrag ab. Und, oh Wunder, am nächsten Tag erhielt ich die Bestätigung. Da hat sich ja noch mal was getan im Vergleich zu den ersten beiden Versuchen. Allerdings, im Schreiben war wieder von 4 Wochen und nicht mehr von 12 Tagen die Rede. Naja, vielleicht wurde das Standardschreiben einfach nicht angepasst und vielleicht gibt es ja eine positive Überraschung.

Leider gibt es die nicht. Nach drei Wochen Wartezeit dann am 7.8.2007 ein Brief. Der Anschluss lässt auf sich warten. Man arbeitet mit Hochdruck an meinem Anschluss, aber es nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch als vorgesehen. Nicht besonders nett nach den Versprechungen, aber zumindest eine Information. Ich bin gespannt, ob ich in diesem Jahr noch zu einem DSL-Anschluss komme.

Update 1: Genau einen Monat später erhalte ich am 7.9.2007 wieder mal einen Brief von freenet. Sie haben mich nicht vergessen! Der Text ist aber leider der gleiche wie beim letzten Mal. So hoch kann der Hochdruck dann also doch nicht sein, oder?

Update 2: Nachdem ich jetzt 4 Wochen nicht in Aachen war, habe ich eigentlich erwartet, dass (laut Murphy) versucht wurde, mir einen Anschluss genau in diesem Zeitraum zu legen. Es ist auch wieder ein Brief da und zwar vom 24.9.2007. Der Inhalt ist immer noch der gleiche wie bei seinen beiden Vorgängern. Die armen Mitarbeiter, jetzt müssen sie schon seit über 2 Monaten unter Hochdruck arbeiten, damit ich meinen Anschluss bekomme. Das habe ich wirklich nicht gewollt. Aber ich habe Hoffnung: der Abstand zwischen den Briefen schrumpft. Ob das wohl ein gutes Zeichen ist?

Update 3: Der Hochdruck ist inzwischen so groß, dass man nicht mal mehr die Zeit findet, mich über den aktuellen Status zu informieren. So vergeht dann auch der ganze Oktober ohne Reaktion seitens freenet.

Update 4: Am 14. November folgt ein neuer Brief. Mein Anschluss wird geschaltet, Termin ist am 11. Dezember, also in gut einem Monat. Ob sie es bis dahin nicht wieder vergessen haben? Wir werden sehen.

Update 5: Am 11. Dezember erscheint tatsächlich ein Mitarbeiter der Telekom und schaltet den DSL-Anschluss frei. Er kommt sogar innerhalb des vereinbarten Zeitrahmens. Damit habe ich jetzt nach 5 Monaten Wartezeit (ursprüngliche Auskunft: 12 Tage) endlich DSL. Seit dem ersten Vertragsabschluss mit freenet ist sogar schon über ein Jahr vergangen.

Damit es nicht langweilig wird: die Geschichte geht natürlich weiter. Denn die vereinbarte Fritzbox 7170 kann oder will freenet nun nicht mehr liefern. Statt dessen bekomme ich einen nahezu unbrauchbaren Samsung SMT-G3210, den ich im Gegenzug nicht will.

Fazit: Wer viel Zeit und Humor hat, der kann bei freenet richtig Spaß haben. Wer dagegen bloß einen unkomplizierten DSL-Anschluss braucht, der sollte seine Entscheidung gut überlegen.