Zündschloss vom Opel Astra G austauschen und neu codieren

In meinem Astra befand sich schon seit längerer Zeit ein Ersatzzündschloss (das originale war während einer Urlaubsreise kaputt gegangen). Deshalb brauchte man immer zwei verschiedene Schlüssel, den originalen für die Tür und den Ersatzschlüssel für’s Zündschloss. Ein passendes neues Zündschloss kostet bei Opel etwa 150 Euro ohne Einbau. In einem großen Onlineauktionshaus gibt es Nachbauten des Zündschlosses für etwa 15-20 Euro, allerdings mit einer nicht passenden zufälligen Schließung. Bei dem Preis habe ich nicht lange überlegt und mir ein Schloss besorgt, um herauszufinden, ob man die Codierung ändern kann.

 

Die angebotenen Schlösser („Werkstattqualität“) sind identisch zu den Opel-Schlössern. Allerdings haben sie nicht das Logo, auch nicht auf dem Schlüssel. Dieser hat anstelle des Opel-Blitzes zwei Kreise. Ansonsten kann man Teile 1:1 tauschen.

 

Das Schloss kann man Öffnen, indem man mit passendem Schlüssel auf die Endposition (III) dreht. Dann kann man den blockierenden Stift auf der Rückseite ein wenig hereindrücken und weiterdrehen. Der Stift ist mit einer Feder verbunden. Wenn er nach der Blockade frei ist, lernt er gerne das Fliegen. Also schön vorsichtig oder Zeit zum Suchen einplanen.

 

 

 

Danach kann man den Innenteil des Zündschlosses herausnehmen.

 

Die Codierung ist über 10 Metallplättchen realisiert. So sieht es aus, wenn der falsche Schlüssel im Schloss steckt. Die Metallplättchen ragen dann etwas heraus und blockieren die Drehbewegung des Zylinders.

 

Die Metallplättchen können einfach und ohne Kraft herausgezogen werden, wenn der Schlüssel NICHT im Schloss steckt. Jedes Plättchen hat ein Federchen, das aber normalerweise durch das Fett im Zylinder gehalten wird. Trotzdem mal ein wenig darauf achten, dass es nicht verloren geht. In meinem Zylinder gab es 4 unterschiedliche Blättchen, die ich mir sortiert habe. Mit bloßem Auge ist der Unterschied nicht gut zu sehen, die Differenz beträgt jeweils nur einen Millimeter.

 

Dann kann man für jede Position nach und nach das passende Blättchen für den neuen Schlüssel finden. Nach Einstecken des Schlüssels muss das Plättchen exakt plan sein. Wenn es nur “so ungefähr“ passt, ist es das falsche Blättchen! Auch unbedingt darauf achten, dass der Schlüssel bis zur Endposition eingesteckt ist. Ich habe nämlich zuerst mein Schloss so zusammengepuzzelt, dass der Schlüssel bis auf Position 9 von 10 eingesteckt war (ohne es zu merken). Hat alles perfekt gepasst, nur nach dem Zusammenbau ließ sich das Schloss dann nicht mehr öffnen… Mit etwas Fummelei habe ich es dann aber doch noch einmal aufbekommen. So muss es aussehen, wenn der Schlüssel richtig passt. Bei mir ist das Puzzle bis auf ein Plättchen aufgegangen, die Position habe ich dann einfach weggelassen. Es bleiben damit ja immer noch 4^9=262144 (statt 4^10=1048576) Kombinationen übrig, mir ist das sicher genug. Wer es ganz perfekt haben will, bestellt sich gleich zwei Schlösser und hat damit genügend Plättchen zur Auswahl.

 

Dann kann wieder zusammengebaut werden. Einfach den Sicherungsstift wieder eindrücken und auf Position III zurückdrehen. Fertig.

 

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